Die Freie Schule Kierspe

Schulprofil

Die Freie Schule Kierspe (FSK) ist eine Ersatzschule der eigenen Art vergleichbar mit einem Zusammenschluss einer Grund- und Realschule. Maximal 145 Schüler werden in fünf jahrgangsübergreifenden Klassen und einer Abschlussklasse unterrichtet. Gelernt wird in einem ansprechenden Gebäude auf einem Schulgelände von 14 ha, bestehend aus Wald, Wiese und Bach.

 

Leitbild

Jedes Kind soll Solidarität und Selbstbewusstsein erfahren, um ein Leben lang mit Freude lernen zu können. Wir möchten jedes Kind in seiner Einzigartigkeit annehmen, ihm einen Ort zum Wohlfühlen und einen Platz zum gemeinsamen Lernen geben.

 

Wir nehmen uns Zeit, denn

„Gras wächst auch nicht schneller, wenn man daran zieht.“

(Afrikanisches Sprichwort)

 

Was bedeutet Lernen für uns?

Wir unterrichten kompetenzorientiert. Mit Kompetenz ist die Verbindung von Wissen und Können gemeint und ist als Befähigung zur Bewältigung unterschiedlicher Lebens- und Lernsituationen zu verstehen. Lernen ist ein einzigartiger und individueller Prozess. Individuelle Förderung nimmt die gesamte Persönlichkeit der Schülerin und des Schülers in den Blick. Sie setzt an individuellen Stärken und Möglichkeiten an und differenziert sich entsprechend der unterschiedlichen Lernvoraussetzungen innerhalb einer Lerngruppe. Daher ist es wichtig, Kindern ihren Lernprozess bewusst zu machen und ihnen als Lernbegleiter/in zur Seite zu stehen.

 

1. Lernen braucht Eigenverantwortung

Selbstständiges Lernen–> Lehrer und Lehrerinnen sind Lernbegleiter

 

  • Von Beginn an erhalten die Schülerinnen und Schüler an unserer Schule im Unterricht vielfältige Gelegenheiten, die es ihnen ermöglichen, selbst initiativ zu werden und Verantwortung für ihr Lernen zu übernehmen, selbstständig zu arbeiten und anstehende Probleme eigenständig zu lösen.

 

  • So gewinnen die Schülerinnen und Schüler Vertrauen in ihre eigenen Fähigkeiten und in ihre besonderen Stärken und erwerben die Zuversicht, ihre Gegenwart und Zukunft in der Schule aus eigener Kraft und zusammen mit anderen verantwortungsbewusst gestalten zu können (Individual- und Sozialkompetenz).

 

2. Lernen braucht Beziehungen
     

  • Gute Beziehungen zwischen Lehrerinnen und Lehrer und der Klasse garantieren den Lernerfolg.

 

  • Gute (Arbeits-)beziehung ist eine notwendige Bedingung für gelingenden Unterricht.

 

  • Gute Beziehungen auch innerhalb der Klasse vermindern Stress und fördern die Lernmotivation.

 

  • Dauerhafte, kontinuierliche Lerngruppen (keine äußere Differenzierung) unterstützen Gemeinschaftsgefühl und Teamgeist.

 

3. Lernen braucht Bewegung
     

  • Bewegung unterstützt die Vernetzung der Gehirnzellen und sorgt für die Ausschüttung von Dopamin.

 

  • Körperliche-, seelische- und geistige Bewegung fördern die intrinsische Motivation.
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  • An unserer Schule ergänzen sich geistige und körperliche Aktivitäten.

 

4. Lernen braucht Methodenkompetenz
     

  • An unserer Schule erhalten die Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit, alle erforderlichen Kenntnisse, Methoden, Arbeits- und Darstellungsformen zu erwerben, die für eine aktive und erfolgreiche Auseinandersetzung mit den Unterrichtsinhalten notwendig sind. Mit dieser Grundlage können individuelle und gemeinsame Prozesse des Lernens erprobt und weiterentwickelt werden.

 

  • Ein solches Lernen ist auf Einsicht, Verstehen, Sinnhaftigkeit und Entwicklung von Handlungsbereitschaft und Handlungsfähigkeit angelegt, also auf Kompetenzen, die Kindern und Jugendlichen helfen sollen, sowohl im Unterricht, im Schulleben und in der Freizeit, aber auch in ihrer späteren Studien- und Arbeitswelt eigenverantwortlich handeln und bestehen zu können.

 

  • Die allgemeine Methodenkompetenz („Lernen des Lernens“) ist kein Fachwissen im Sinne der einzelnen Unterrichtsfächer, sondern fächerübergreifend und ermöglicht einen kompetenten Umgang mit fachlichem Wissen. Sie wird ganz allgemein als gleichrangiger Kompetenzbereich neben den personalen, sozialen und fachlichen Kompetenzbereichen angesehen, in denen in Schule und Unterricht Qualifikationen erworben werden können:

 

  • personales Lernen–> Selbstwahrnehmung, Selbstverantwortung, Eigeninitiative, Flexibilität, Durchhaltevermögen, Kritikfähigkeit

 

  • Soziales Lernen–> Zuverlässigkeit, Teamfähigkeit, Kommunikationsfähigkeit, Fairness
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  • fachliches Lernen–> fachliche Fertigkeiten, fachliche Kenntnisse, Engagement

 

Wir verstehen Schule als
     

  • eine Lebenswelt: Sie bietet Geborgenheit in einem überschaubaren, friedlichen und familiären Schulklima und ist ein Ort ohne Schulangst.

 

  • Lebensvorbereitung: Die Schülerinnen und Schüler werden durch anwendungsorientiertes Lernen (z.B. Ackerbauepoche, Praktika, Arbeitsgemeinschaften) und durch handlungsorientiertes Lernen (z.B. hauseigene Werkstatt/ MINT-Raum) auf ihr eigenständiges Leben vorbereitet.

 

  • Begleitung und Beratung: Selbstständiges Lernen wird vom ersten Schuljahr an angeleitet und unterstützt.

 

  • einen besonderen Ort: Die Schule ist ein Ort, an dem Selbstverantwortung, Selbstvertrauen und Selbstbewusstsein gefördert werden und wo Begeisterung, Neugier, Spaß und Freude viel Platz haben.

 

  • eine Gemeinschaft: mit Verantwortung für sich und andere Durch Soziales Lernen erwerben die Kinder die Kompetenz, Verantwortung für sich und die Gemeinschaft zu übernehmen (z.B. Patenprinzip/ Klassenrat). Als „Schule der Zukunft“ werden sie sensibilisiert für Umweltfragen und nachhaltige Entwicklung.

 

  • eine entdeckende Lerngemeinschaft: Durch Aufgaben des Entdeckenden Lernens (z.B. Fermi – Aufgaben) können die Kinder ihrem Lernen einen Wirklichkeitsbezug geben.

 

  • eine fragende Lerngemeinschaft: Schule ist ein Ort , an dem Kinder nach Lösungen für aktuelle Fragestellungen suchen (Problemorientiertes Lernen).

 

  • einen Ort des Lernens und Leistens: Lernen bedeutet auch fördern durch fordern.

 

  • einen gemeinsamen Ort: Die FSK ist ein Ort, an dem Eltern und Lehrer gemeinsam für die Erziehung und Bildung verantwortlich sind und daher in regelmäßigem Austausch stehen.